Gedichte

Gedicht, das sich reimt:

Winter im Herzen

Mit dir verbrachte ich einen schönen Sommer voller Licht,
Wärme, Felder voll Blumen und Sonnenschein auf deinem Gesicht.
Dies ist nunmehr bloß eine Erinnerung aus ferner Zeit.
Denn als du gingest kam die Eiszeit.
Schnee und Regen,
und ein eisiger Wind begannen alles hinwegzufegen.
Erinnerungen an dich.
Erinnerungen an mich.
Doch als der Winter dann dem Frühling wich,
und der Himmel wieder dem blauen Meer glich,
da schmolz der Schnee schnell,
da schien die Sonne wieder hell.
Doch du bist noch immer fort.
Und mein Innerstes noch immer ein erfrorener Ort.

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Gedicht, das sich nicht reimt:

Ich trage eine Rüstung

Ich laufe den langen Flur entlang.
Über zwanzig Augenpaare starren mich an.
Über zwanzig Köpfe drehen sich nach mir um.
Über zwanzig Stimmen flüstern durch den Gang.
Sie reden.
Reden sie über mich?
Vielleicht.
Und wenn schon?
Ich trage eine Rüstung. Es ist egal. Alles prallt an mir ab, denn ich trage eine Rüstung.
Jemand pfeift.
Jemand rempelt mich an.
Jemand lacht.
Sie lachen.
Lachen sie über mich?
Vielleicht.
Und wenn schon?
Ich trage eine Rüstung. Es ist egal. Alles prallt an mir ab, denn ich trage eine Rüstung.
Sie kommen mir entgegen.
Sie lächeln.
Sie flüstern.
Sie beäugen mich.
Finden sie mich nett?
Vielleicht.
Und wenn schon?
Ich bin die Neue, in der Rüstung. Sie prallen ab an meinem Metall. Eiskalt. Glänzend. Eisern. Steinernd. Gläsern. Undurchdringbar.
Denn ich trage eine Rüstung.
Ich bin unverwundbar.
Nichts dringt zu mir hindurch.
Ihr seid mir egal.
Ich trage eine Rüstung.

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