BuCon 2013

Hallo ihr Lieben,

Ich würde euch gerne von meinem Besuch auf der Buchmesse Convention 2013 (kurz BuCon) berichten. Die BuCon findet jedes Jahr an einem Tag zeitgleich zur Buchmesse in Dreieich statt. Erstaunlicherweise war ich gestern zum ersten Mal dort- vorher war mir die BuCon ehrlich gesagt gänzlich unbekannt. Der deutsche Phantastik Preis, für den mein Buch “Dämonenschicksal” in der Kategorie “Bestes deutsches Romandebüt” nominiert wurde, wird dort verliehen und somit bin ich auf die Veranstaltung aufmerksam geworden.

Das ist jedoch nicht alles: Viele Verläge und auch Autoren reisen nach Dreieich um dort ihre Bücher und Verläge auf der BuCon vorzustellen. Kai Meyer und Bernhard Hennen waren zwei Autoren die u.a. dort gelesen haben und natürlich auch mein Interesse geweckt haben. So bin ich dann auch um 15 Uhr zu Kai Meyers Lesung gegangen. Gegenstand der Lesung war kein neues Buch von ihm sondern es war rund um sein 20jähriges Jubiläum als Autor: vor etwa zwanzig Jahren ist sein erstes Buch erschienen. Er erzählte mit einem Schmunzeln, dass es damals ein historischer Roman mit Fantasyelementen war, der u.a. dadurch bekannt wurde, dass er negativ in der FAZ zerrissen wurde. Leider habe ich mir den Titel nicht gemerkt, aber es ging um einen Kampf zwischen Goethe und Schiller. Trotzdem verkaufte sich das Buch ganz gut. Obwohl Kai Meyer eigentlich immer gerne Fantasy schreiben wollte, begann er aufgrund von Verlagswünschen mit historischen Romanen, in die sich aber gelegentlich fantastische Elemente schlichen. Sein erster Fantasyroman war dann die “Alchimistin”, den großen Durchbruch schaffte er jedoch erst mit “Die fließende Königin”. Das ist übrigens auch das erste Buch von ihm, dass ich gelesen habe. Weiter habe ich von ihm “Die Wellenläufer”-Triologie, “Die Sturmkönige”-Triologie, “Frostfeuer” und den ersten Band der “Arkadien”-Reihe gelesen. Den zweiten Teil hatte ich gestern bei der BuCon dabei und habe ihn mir von Kai Meyer anschließend signieren lassen.
Während der Lesung hat er vier kurze Passagen aus vier seiner Werke vorgelesen: Einmal aus dem besagten ersten Werk, dessen Name ich vergessen habe, dann das erste Kapitel aus “die fließende Königin”, den Prolog von “Frostfeuer” und anschließend noch einen Auszug aus einem seiner Horrorromane. Somit habe ich auch eine neue Seite an Kai Meyer kennengelernt, denn ich wusste gar nicht, dass er auch Horror schreibt. “Das zweite Gesicht” hieß der Roman, der laut Kai Meyer sehr von den Stummfilmen der 20er Jahre inspiriert wurde und sich um die Diva Chiara Mondschein dreht.

Als nächster las Michael Peinkofer aus seinem neuen Roman “Die Könige”. Ich muss zugeben, dass ich von ihm bisher noch nichts gelesen habe. Er hat unter anderem eine Triologie namens “die Zauberer” und eine über “die Orks” geschrieben. Beide Triologien spielen im selben Universuum, allerdings etwa 300 Jahre auseinander wenn ich mir das richtig behalten habe. “Die Könige” spielt auch wieder im selben Universuum und setzt an den letzten Ork Band an, man muss ihn jedoch nicht gelesen haben um durchzublicken meint Michael Peinkofer. Zwei der Orks aus dem letzten Band tauchen zwar auch in “die Könige” auf, jedoch als Nebenfiguren. Der Roman hat sich sehr spannend angehört und ich überlege, ob ich ihn mir zulegen sollte. Momentan stehen aber außer “Arkadien brennt” von Kai Meyer noch “Rot wie das Meer” von Maggie Stiefvater und “The Elite” (Fortsetzung von “Selection” von Kiera Cass) auf meiner Leseliste.

Zuletzt habe ich mir noch Bernhard Hennen angeschaut, den vielleicht einige von euch von den “Drachenelfen”-Romanen kennen. Bei ihm handelte es sich eher um eine Fragestunde, als um eine Lesung, da er nur einen ganz kurzen Abschnitt vorgelesen hat. An den Titel des Buches erinnere ich mich leider schon nicht mehr, allerdings ging es um eine Abstimmung zwischen sieben Unsterblichen, wenn ich mich recht erinnere und Bernhard Hennen berichtete, dass dieser in dem Buch beschriebene Konflikt aus seinen Erfahrungen im Kampf um eine kleine Stadtbücherei entstanden ist, wo er mit Abstimmungen und Paktierungen Erfahrungen sammeln konnte. Weiterhin erzählte er noch von einigen kurzen Erlebnissen in seinem Alltag die er in seinen Romanen verarbeitet hatte. Ansonsten macht er auch deutlich, dass zu seinem Erfolg viel Glück dazu gehört habe. Er berichtete von einer Zeit, in der er pleite war und nun kann er von seinen Büchern lesen und das war hauptsächlich Glück, da sogar der Verlag zum Erscheinen seines ersten Erfolgsromans nicht mit dem Erfolg gerechnet hätte. Es war sehr spannend allen diesen Geschichten zuzuhören, trotzdem wäre ich auch neugierig auf ein bisschen mehr Text aus seinen Büchern gewesen.

Allein wegen diesen drei Lesungen hat es sich gelohnt auf die BuCon zu kommen- sie waren sehr spannend und sehr unterschiedlich. Ich habe euch versucht alle von ihnen vorgelesenen Bücher zu verlinken, bei einigen gibt es bei Amazon Leseproben in Form von einem Blick ins Buch.

Ansonsten habe ich mich auch sehr über einen Büchertisch von WerkZeugs gefreut, der alle nominierten Bücher zum Verkauf anbot, u.a. auch Dämonenschicksal. Meine Schwester hat ein Foto gemacht, ich hoffe man erkennt es:

Wenn nicht hier noch mal ein “Close-Up” vom Büchertisch:

Schließlich fand um 19 Uhr die Verleihung des Deutschen Phantastik Preises statt. Alle Gewinner kann man auf hier nachlesen. In der Kategorie “Bestes deutsches Romandebüt”, in der Dämonenschicksal nominiert war, hat T.S. Orgel “Orks vs. Zwerge” (erschienen im Heyne Verlag) gewonnen. Hinter dem Namen stecken die Brüder Tom und Stephan Orgel, die den Roman gemeinsam verfasst haben. Ich hatte über die beiden bereits einen Bericht in der Zeitschrift Phantastisch- Neues aus anderen Welten gelesen. Ich selbst habe ihr Buch noch nicht gelesen, werde es aber dann vielleicht bald tun.

Das wird sicher nicht mein letztes Mal auf der BuCon gewesen sein!

Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich bei allen Lesern und Leserinnen dafür bedanken, die für mich gevoted haben, denn allein die Nominierung für den Deutschen Phantastik Preis ist großartig und bedeutet mir sehr viel ! Vielen Dank!

Eure Greta