Tomaten auf dem Balkon

Hallo,
Ich bin es noch mal. Ich dachte heute berichte ich euch noch mal von etwas ganz anderem als den sonstigen Lesungen etc. Seit kurzem wachsen auf meinem Balkon nämlich Tomatenpflanzen.

Mein Freund hatte sich Tomaten gewünscht, also haben wir an einem schönen Tag im Mai beschlossen Tomaten, Erde und einen Kasten zu kaufen. Wir haben drei kleine Pflanzen gekauft, die ungefähr die Größe auf dem ersten Bild hatten, und eingepflanzt. Da wir nicht wussten, wie schnell sie wachsen würden und wie groß sie werden würden,haben wir auch schon eine fast “fertige” Pflanze gekauft, die etwas teurer war, aber dafür schon zwei,drei rote, aber hauptsächlich grüne Früchte trug.

Wir haben sie alle gemeinsam in einen großen Kasten eingepflanzt. Im Nachhinein haben wir allerdings festgestellt, dass wir unvorbereitet und vieles falsch gemacht haben: Wir haben unsere Tomaten am 12.Mai eingepflanzt, obwohl es wohl unter Gärtnern die Regeln gibt, keine Tomaten vor der Eisheiligen Sophie (15.Mai) einzupflanzen, was wir natürlich nicht wussten. Um die Zeit wurde es auch noch mal regnerisch und kalt und wir hatten schon Angst, dass unsere Tomaten sterben könnten, aber sie haben überlebt. Zusätzlich haben wir dann erfahren, dass man Tomaten am besten in großen Töpfen mit Stöcken in der Erde, an denen sie festgebunden werden sollen, einpflanzt, da sie bis zu 2.Meter hoch werden können. Vermutlich haben wir auch etwas bei der Erde falschgemacht (ich wusste nicht, dass es so viele verschiedene Typen Erde gibt…) aber mittlerweile wachsen und gedeihen unsere Tomatenpflanzen ganz gut und ich glaube, es läuft gerade alles erstmal so wie es soll.

Schon nach einiger Zeit haben wir allerdings bemerkt, dass die Pflanze, an der bereits Tomaten wuchsen merkwürdige braune Flecken an den Blättern trug. Zu erst dachten wir, es handle sich dabei um die sogenannte “Braunfäule”, die Tomaten befällt, wenn u.a. ihre Blätter zu lange nass sind. (Man sollte Tomaten die man draußen hält, nämlich am besten nicht von oben gießen und vermeiden die Blätter zu gießen, sondern stattdessen nur die Erde feucht halten.) Allerdings sind bei der Braunfäule auch die Tomaten befallen, die dann hart und ungenießbar werden, was bei unseren, die mittlerweile schön rot wurden, nicht der Fall war. Nach einigem recherchieren fanden wir heraus, dass es sich um einen Pilz handelte, der unsere Pflanze befallen hatte. (Ich weiß leider im Nachhinein gar nicht mehr ob es Septoria oder Early Blight, zu deutsch: Blattfleckenkrankheit war). Da allerdings nur diejenige, die schon Früchte trug befallen war, gehen wir davon aus, dass sie bereits beim Kauf infiziert war. Zuerst haben wir versucht die befallenen Blätter abzuschneiden, aber dann haben wir die ganze Pflanze aus dem Kasten genommen und separat in die Küche gepflanzt, damit sich die anderen Pflanzen nicht anstecken. Die Tomaten waren allerdings noch essbar und auch sehr lecker. Der Pilz hat uns allerdings die Pflanze genommen- die Blätter sind nach einiger Zeit komplett eingetrocknet Frown

Die restlichen auf dem Balkon verbliebenen Pflanzen sind dafür um so schneller gewachsen:

Der Sonnenschein und die Wärme der letzten Tage haben unseren Tomaten ganz gut getan. Nach einiger Zeit haben sich auch viele kleine gelbe Blüten gebildet:

Aus denen dann langsam die ersten Tomaten wuchsen. Noch sind sie zwar grün, aber sie wachsen jeden Tag weiter, wie ihr an den nächsten zwei Bildern sehen könnt. Es fing mit den beiden Kleinen an, die ihr hier abgebildet seht. Mittlerweile zählen wir 5 kleine grüne Tomaten und wir hoffen auf mehr!

Als Tomatenbesitzer sind aber Braunfäule und Pilze nicht die einzige Gefahr für die Tomaten. Durch das gute Wetter und die wachsenden Pflanzen wurden auch schnell Blattläuse angelockt- und was für eine Masse. Zuerst haben wir die kleinen schwarzen Punkte gar nicht richtig bemerkt, dann aber waren sie plötzlich überall und da sich leider kein Marienkäfer auf unseren kleinen grünen Balkon inmitten der grauen Nachbarschaft verirrt hat, mussten wir zu anderen Maßnahmen greifen. In einem Forum las mein Freund, dass Wasser vermischt mit ein bisschen Spühlmittel ebenfalls helfen sollte. Gesagt getan: Wir haben unsere Pflanzen also mit der Mixtur (aus wirklich nur ein paar Tropfen Spühlmittel und sonst Wasser) angespritzt, in dem wir den Sprühkopf einer Glasreinigerflasche auf die mit Leitungswasser gefüllte Wasserflasche montiert haben. Nun haben wir die Blätter und Stengel der Pflanze besprüht, hierbei allerdings darauf geachtet es an einem warmen Sommertag zu machen, an dem die Sonne die Blätter mit Sicherheit im Laufe des Tages trocknen würde. Tatsächlich sind es weniger Tiere geworden. Allerdings könnte es sein, dass sie bei weiterer Hitze, wieder vermehrt auftreten, aber jetzt wissen wir ja, wie wir dagegen vorgehen können!

Derzeit haben wir nur bemerkt, dass wieder einige der Blätter der äußeren Pflanze sich leicht gelblich verfärben und aus Angst vor weiteren Pilzen haben wir wieder ordentlich Blätter und Zweige abgeschnitten. Allerdings haben wir dann in einigen Foren gelesen, dass es auch daran liegen kann, dass die Pflanze nicht ausreichend Platz oder Dünger hat. Wir werden das jetzt weiter beobachten und dann hoffentlich beheben. Seit wir die gelben Blätter abgeschnitten haben, sind allerdings keine mehr nachgewachsen.

Falls ihr Fragen zu euren Tomaten habt, und/oder selbst Tomaten habt und uns einen Tipp (z.B. welcher Dünger sich gut für Tomaten eignet) geben wollt, hinterlasst doch einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag.

Schönen Abend noch,
Eure Greta